Monatsarchiv für August 2009

 
 

Lesung Robert Gray

Um dem deutschen Publikum einen Eindruck seines Schaffens zu geben, veranstaltet das internationale literaturfestival berlin im Hotel Bleibtreu am 12. September eine Lesung, bei der Robert Gray ab 20 Uhr aus dem Gedichtband „Schwindendes Licht“ und der Familienbiographie „Das Land, durch das ich zuletzt kam“ vorlesen wird. Die Schauspielerin Corinna Kirchhoff wird als Sprecherin Auszüge seines Werks auf Deutsch vortragen.

Der Künstler Wilhelm Schlote

Leichtigkeit, Unbeschwertheit, ja eine fast kindliche Freude stellt sich ein, wenn man die Zeichnungen und Illustrationen des Künstlers Wilhelm Schlote betrachtet.

Der 1946 in Lüdenscheid geborene Zeichner publizierte 1968 sein erstes Kinderbuch von insgesamt 35 Kinder- und Kunstbüchern. Zeitgleich beendete er sein Studium der Philosophie in Bonn, um sich ganz der Kunst zu widmen. 

Bleibtreu LiteraturRaum Illustration Schlote 090819

Das 1972 an der HBK in Kassel begonnene Kunststudium sowie seine Publikationen und Auszeichnungen brachten ihm das Angebot ein, eine Professur an einer deutschen Kunsthochschule zu übernehmen. Doch zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Cosmopolit bereits entschlossen, nach Paris auszuwandern. Dort lebt und arbeitet Wilhelm Schlote bis heute.

1976 erhielt er den deutschen Jugendbuchpreis für sein Bilderbuch “Heute wünsch’ ich mir ein Nilpferd”, das im Insel Verlag erschienen ist.

Seine fröhlichen Zeichnungen wurden unter anderem in der Zeit, der Welt, der FAS, im New Yorker, in Le Monde und in Le Figaro veröffentlicht. Darüber hinaus arbeitet er an eigenen Projekten mit dem Bildhauer César oder der Modemacherin Sonia Rykiel. Für das Projekt LiteraturRaum entwarf er die Key-Visuals, die auch in der Anthologie erscheinen werden.

Mehr von Wilhelm Schlote auf der Website Mauerdesign.

Robert Gray (Australien), September 2009

Robert GreyAufenthalt: 08.09.2009 bis 05.10.2009

Der Lyriker Robert Gray wurde 1945 im australischen Port Macquarie geboren und wuchs an der Küste von New South Wales in Australien auf. Als Ärzte bei ihm einen letalen Herzfehler diagnostizierten, brach er die Schule ab und widmete sich dem Schreiben. Die Diagnose stellte sich später als falsch heraus. Mit achtzehn Jahren zog er nach Sydney. Seinen Lebensunterhalt verdiente er zunächst mit Jobs in der Werbung und im Buchhandel, als Lehrer und Literaturrezensent. Sein dichterisches Debüt „Introspect, Retrospect“ erschien im Jahr 1970, aber erst mit seiner zweiten Publikation „Creekwater Journal“ gelang ihm der Durchbruch. Der Erfolg seiner nachfolgenden Werke, darunter die Titel „Grass Script“ (1979), „The Skylight“ (1984), „Piano“ (1988) und „Certain Things“ (1993), bescherte ihm Gastdozenturen an diversen australischen Universitäten sowie an der Meiji-Universität von Tokio. Gray gilt als herausragender Landschaftsdichter und bedeutendster australischer Dichter neben Les Murray. Überzeugt, dass das Schreiben „unser Leben in einer reiferen, reicheren Form wiedergibt“, bebildert er Momente des Wandels und schildert präzise seelische Zustände, ohne je in Sentimentalität oder Pathos abzugleiten. Robert Gray hat alle wichtigen australischen Poesie-Preise gewonnen und lebt heute in Sydney.

Foto: Giramondo Publishers


Der LiteraturRaum
    Im Rahmen des Projekts LiteraturRaum lädt das Hotel Bleibtreu Berlin in Zusammenarbeit mit dem internationalen literaturfestival berlin Schriftsteller in die Hauptstadt ein. Ein Jahr lang wird den Autoren aus aller Welt für jeweils vier bis sechs Wochen im Bleibtreu ein Zimmer zur Verfügung gestellt. Während dieser Zeit halten die Autoren Ihre Beobachtungen und Gedanken auf diesem Blog fest.
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